I. Bildung und Familie

Schulbausanierungsprogramm

Das Bau- und Sanierungsprogramm für Kindertagesstätten und Schulen wird uneingeschränkt fortgesetzt.

    Zur Umsetzung des Schulbausanierungsprogramms werden notwendige Refinanzierungsmaßnahmen so gewählt, dass bestehende Freiflächen an Schulen möglichst nicht eingeschränkt werden.

    Die Stadt Offenbach wird das Land Hessen in die Pflicht nehmen, um an allen Schulformen inklusiven Unterricht zu ermöglichen. Wir als Schulträger unterstützen die Bemühungen um Inklusion und werden in Zusammenarbeit mit den Schulen die Rahmenbedingungen verbessern.

    Im Zuge des Schulbausanierungsprogramms ist Barrierefreiheit herzustellen.

    Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass jede Schule über eine Turnhalle verfügt, z.B. in Bieber-Waldhof.

       

      Kinderbetreuung

      Die Koalition wird die Kinderbetreuungsplätze für unter 3jährige zügig ausbauen, um den ab dem 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege zu erfüllen.

      Die Priorität beim Ausbau liegt dabei bei institutionellen Betreuungseinrichtungen. Hier wollen wir freie Träger weiterhin entsprechend fördern und zusätzlich als Stadt zwei neue Einrichtungen bauen, um das Angebot des EKO zu erweitern.

        Das kombinierte Betreuungsangebot aus Kindertagesstätte und Tagespflege zur Abdeckung von Betreuungsbedarfen außerhalb der Öffnungszeiten der Kindertagesstätten bleibt erhalten.

          Für Schulkinder muss der Ausbau flächendeckender Ganztagsangebote in Offenbach beschleunigt werden, um auch für Kinder im Grundschul- und Mittelstufenalter ein ausreichendes Bildungs- und Betreuungsangebot vorhalten zu können. Der Ausbau von Ganztagsschulen dient hierbei der Schaffung weiterer ganztägiger Angebote zum Beispiel nach dem Offenbacher Ganztagsklassenmodell, die Kooperation von Jugendhilfe und Schule in diesem Modell wird weiter bestärkt. Bis das schulische Angebot in Offenbach über die erforderlichen Kapazitäten verfügt, bleiben die vorhandenen Hortplätze erhalten, sofern möglich erfolgt eine Erweiterung vorhandender Hortgruppen.

            Die Anstrengungen zur Anwerbung von Erzieherinnen und Erziehern, sowie Auszubildenden für diesen Bereich sollen intensiviert werden.

              Wir werden dieKITA-Gebühren stabil halten.

              Wir werden die Kooperation zwischen KITAs und Grundschulen fördern und verstärken.

              Die Einrichtung von Familienzentren wird vorangetrieben. Hierfür sollen ausgewählte Kindertagesstätten entsprechend ausgebaut werden, um dieses neue Angebot zu beherbergen. In den Zentren sollen hier neben Bildung, Erziehung und Betreuung ebenfalls niedrigschwellige Beratung und Unterstützung für Familien angeboten werden. Familien können so schon früh, am besten bereits vor der Geburt des Kindes, bedarfsgerecht begleitet und unterstützt werden, wenn sie dies wünschen. Die Familienzentren sind gleichzeitig feste Anlaufstelle für Austausch und weitere wichtige Belange. Für die Einrichtung und für den Betrieb von Familienzentren sollen geeignete Träger, etwa aus dem Bereich der Kirchen oder Freien Wohlfahrtspflege, gewonnen werden.

              In Zusammenarbeit mit KITAs und Eltern sollen Namen für die KITAs gefunden werden.

                   

                  Sprachförderung

                  Die Sprachförderung an KITAs wird von der Stadt sichergestellt und durch Vereinbarungen mit anderen Trägern auch dort verankert.

                    Im Rahmen der Initiative Hessencampus wurde eine Reihe von Projekten initiiert, die wir erhalten und ausbauen möchten. Zum Beispiel die Sprachstandserhebung in der Herkunftssprache für Schülerinnen und Schüler und die Kompetenzförderung "Deutsch für Seiteneinsteiger". Wir fordern das Land Hessen dazu auf, die Förderung für die Initiative beizubehalten anstatt diese, wie von der Landesregierung vorgesehen, ab 2014 zu streichen.

                    In Offenbach leben Menschen mit vielen unterschiedlichen Herkunftssprachen. Dieses Potential wollen wir fördern und insbesondere jungen Menschen die Chance geben ihre Herkunftssprache und andere Sprachen zu erwerben. Deshalb wollen wir die mehrsprachigen Programme an öffentlichen Schulen und KITAs ausbauen. An neuen Schulen und KITAs soll von Anfang an ein mehrsprachiger Unterricht stattfinden, vorzugsweise durch die Einstellung muttersprachlicher Pädagoginnen und Pädagogen. Außerdem wollen wir ein größeres Angebot an Fremdsprachenunterricht ab Klasse 3 erreichen.

                    Die Sprachförderung in der Sekundarstufe 1 wird verstärkt.

                      Sozialarbeit

                      Die Schulsozialarbeit wir fortgeführt. Wir fordern das Land auf, seine Aufgaben in diesem Bereich wahrzunehmen.

                      Um Schulabbrecherquoten zu senken, werden Programme ausgeweitet, die Jugendliche in ihrem Selbstwertgefühl stärken und ihre Motivation stärken.

                      Projekte der Sozialarbeit der Schulen werden miteinander vernetzt und evaluiert. Wir werden Programme fördern, die im Sinne eines „Übergangsmanagements“ Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

                      Wir wollen erreichen, dass Jugendhilfe, Kultureinrichtungen und Sportvereine in Zukunft eng mit den Schulen zusammenarbeiten.

                      Wir werden in Offenbacher KITAs, Schulen und in anderen öffentlichen Einrichtungendafür werben, einen vegetarischen Tag einzuführen.

                        Integrative Förderprogramme, Elternarbeit und Bildungsmaßnahmen sollen weiterentwickelt werden.

                           

                          Schulentwicklung

                          Wir unterstützen die Erweiterung von Grundschulen zu echten Ganztagsschulen und werden den Ausbau bei der hessischen Landesregierung anmahnen.Die Kooperationsprogramme „Schule und Verein“ wollen wir fortsetzen und ausbauen. Vereins- und Schulpartnerschaften sollen gefördert werden.

                            Der Wunsch nach einer Umwandlung in eine Gesamtschule wird unterstützt, wenn Schulen und Eltern dieses wollen.

                            Der Bereich Gesundheit soll in den beruflichen Schulen in Kooperation mit den Offenbacher Krankenhäusern und insbesondere den städtischen Kliniken ein neuer Schwerpunkt der beruflichen Bildung werden. Im zukunftsträchtigen Bereich Medien, Design und Gestaltung soll zusammen mit dem Kreis Offenbach die bundesweit beachtete Ausbildung ausgebaut werden. Die Entwicklung beruflicher Schulen zu Zentren der Weiter- und Fortbildung ist zu fördern. Wünschenswert ist eine regional abgestimmte Entwicklung beruflicher Schulen - zusammen mit den beruflichen Schulen des Kreises Offenbach, um Synergieeffekte zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden.

                              Wir werden prüfen, ob ein Oberstufengymnasium eingerichtet werden kann und die Kooperation der Oberstufenschulen unter Einbeziehung der beruflichen Gymnasien ausbauen.

                                 

                                Weiterbildung und Lebenslanges Lernen

                                Es wird geprüft, die Möglichkeiten der Teilzeitausbildung in Offenbach auszuweiten. Bei der IHK und der Handwerkskammer werden wir für die Teilzeitausbildung werben.

                                Wir werden uns darum bemühen, in Offenbach eine neue Berufsakademie oder eine Fachhochschule anzusiedeln. Die Fachschwerpunkte können zum Beispiel zu denen des geplanten Gründerzentrums "Erneuerbare Energien" passen.

                                Die vorhandenen Beratungs- und Unterstützungsangebote für Jugendliche unter 25 Jahren werden daraufhin geprüft, ob sie hinsichtlich der besonderen Bedarfe von Seiteneinsteigern auszuweiten sind. Außerdem wird die Zusammenfassung von Beratungsangeboten für Jugendliche unter 25 Jahren in einer Jugendagentur verfolgt.

                                   

                                  Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche

                                  Auf Grundlage des beschlossenen Spielplatzrahmenplans wollen wir das Angebot an Bolz- und Basketballplätzen ausweiten und besonders im Nordend einen weiteren Spielplatz bauen. Wir werden prüfen, wie Hauseigentümer dabei unterstützt werden können, Spielmöglichkeiten in den zahlreich vorhandenen Innenhöfen, etwa im Nordend, zu schaffen. Außerdem werden wir die Nutzung von Brachflächen für temporär genutzte Spielmöglichkeiten prüfen sowie die Öffnung aller Schulhöfe außerhalb der Schulzeiten im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten für Spielplätze veranlassen.

                                  Es ist zu prüfen, ob die Spielangebote an bereits vorhandenen stark frequentierten Spielplätzen erweitert werden können.

                                  Es wird eine Summe von 10.000 Euro in den Haushalt eingestellt, um Kindern und Jugendlichen aus Familien, die dies selbst nicht leisten können, den Jahresbeitrag für Sport- und andere Vereine zu finanzieren. Für die notwendige Ausrüstung (z.B. Kleidung, Sportgeräte) sollen Sponsoren geworben werden.

                                  Wir begrüßen das Projekt „Jugend im Parlament“ und werden es auch weiterhin unterstützen.

                                  Der Stadtschülerrat wird weiterhin ebenso viele Zuschüsse erhalten wie der Stadtelternbeirat. Das gemeinsame Büro von Stadtschülerrat und Kinder- und Jugendparlament soll erhalten bleiben.

                                  Die Arbeit des Kinder- und Jugendparlaments werden wir weiter publik machen und unterstützen.