21.05.19 –
Mit Erstaunen nehmen die Grünen zur Kenntnis, welche Gründe die Offenbacher SPD-Fraktion für den ins Stocken geratenen Umbau des Toys’R’Us Gebäudes als maßgeblich ansieht. Nicht der Wegfall des Ankermieters, nicht die enormen Preisentwicklungen in der Baubranche, nicht der äußerst kostentreibende Bau eines Autoparkhauses im Innern eines Wohnblocks, sei nach ihrer Auffassung der eigentliche Grund. Nein, sie macht die Hauptursache im Fahrradparkhaus für 150 Fahrräder an dem zentralen Mobilitätsknotenpunkt der S-Bahn Haltestelle Marktplatz aus und nimmt ihn ins Visier.
„Richtig ist, dass man mit dem Investor von Beginn der Planungen im Gespräch stand bezüglich des Fahrradparkhauses. Wie auch im Fall der E-Mobilitätsstation wurde an unterschiedliche Unterbringungen im Gebäude gedacht.“ betont die grüne Stadtverordnete Sybille Schumann. „Die E-Mobilitätstation wurde völlig auf die andere Straßenseite ausgelagert, womit der Investor im Gebäude zusätzliche Nutzflächen erhielt. Nachdem das Fahrradparkhaus im Untergeschoss der Projektpläne auftauchte, haben wir auch diese Option akzeptiert, unter der Auflage eine barrierefreie Zuwegung zu erreichen, die sicherstellt, dass das Fahrradparkhaus auch wirklich benutzt werden kann und nicht leer steht.“ So steht es auch im Beschluss vom November vergangenen Jahres, auf den sich die Stadtverordnete Ulla Peppler bezieht - jedoch werden diese Tatsachen in der SPD-Mitteilung völlig verdreht.
An diesem konkreten Beispiel zeigt sich das verkehrs- und umweltpolitische Verständnis einer Partei, die in ihrer aktuellen Europa-Wahlkampagne vorgibt den Klimaschutz entdeckt zu haben. „Dass dieser nur mit einer umfassenden Mobilitätswende und Förderung des Radverkehrs ermöglicht wird, hat sich offenbar nicht bis zu den kommunalen Akteuren herumgesprochen,“ findet die grüne Fraktionsvorsitzende Ursula Richter. Ein gut erreichbares Fahrradparkhaus an der zentralen S-Bahnstation der Stadt, sei keine „überzogene Forderung“ sondern ein notwendiger Baustein für eine zukunftsgewandte Verkehrspolitik und den Bedürfnissen der Offenbacherinnen und Offenbachern. Der Versuch Wohnungsbaupolitik gegen Klimaschutz und Verkehrswende auszuspielen, nur um einen politischen Mitstreiter zu treffen, trägt dabei nicht zur Lösung konkreter Herausforderungen bei, vor denen wir alle zusammen als Stadtgesellschaft stehen.
Den zugehörigen Beschluss finden Sie unter: gruenlink.de/1m95
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