23.01.14 –
Aus Sicht der grünen Stadtverordnetenfraktion stellt die Rückkehr der Offenbacher Gymnasien zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) im kommenden Schuljahr 2014/15 ein wichtiges bildungspolitisches Signal für die Stadt Offenbach dar. Nachdem die Offenbacher Gesamtschulen bereits eine Rückkehr zu G9 beschlossen hatten, ist nun mit dem Nachzug der Gymnasien die bereits im Wahlkampf versprochene Wahlmöglichkeit auf Grundlage der selbständigen Schule aus Sicht der GRÜNEN realisiert.
„Ich freue mich, dass mit der Rudolf-Koch-Schule auch das letzte Gymnasium die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) beschlossen hat. Jetzt besteht für alle Eltern, Schülerinnen und Schüler in Offenbach die Möglichkeit, sich zwischen dem so genannten Turbo-Abi (G8) und der neunjährigen Gymnasialzeit zu entscheiden“, so Brigitte Koenen, Ausschussvorsitzende Kultur, Schule und Sport der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung.
In dem von der Robert-Koch-Schule vorgehaltenen Angebot, im Rahmen der Begabtenförderung geeigneten Schülerinnen und Schülern einen Sprung von Klasse 8 in Klasse 10 anzubieten sehen die GRÜNEN einen wichtigen Schritt, das Schulsystem in Richtung einer individuelleren Förderung weiterzuentwickeln. Auch die Leibnizschule erarbeitet mit ihrem „Speedy-Modell“ ein entsprechendes Angebot. Dass dabei auch auf bewährte Standards der achtjährigen Gymnasialzeit zurückgegriffen wird und diese in Form einer Neuordnung von verschiedenen Lern- und Übungsphasen umstrukturiert und angepasst werden, ist in diesem Zusammenhang nur nützlich.
„Ich denke auf dieser Basis können leistungsstarke Kinder auch entsprechend individuell gefördert werden und schneller in eine Berufsausbildung einsteigen, beziehungsweise ein Studium aufnehmen. Leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern bleibt ein weiteres Jahr im Schulsystem, um sich auf die wichtige Phase der Berufsausbildung vorzubereiten“, so Brigitte Koenen weiter.
Die grüne Stadtverordnetenfraktion wird sich gegenüber der hessischen Landesregierung dafür einsetzen, dass die Wahlmöglichkeit für die aktuellen Jahrgänge der Klassen 5 und 6 baldmöglichst geklärt, damit eine verbindliche Regelung geschaffen und Unruhe in den Schulgemeinden vermieden wird.
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