Offenbacher vor Schienenlärm schützen

09.05.18

Die Grüne Fraktion begrüßt, dass Offenbach sich für die Aufnahme der Stadt in das freiwillige Lärmschutzsanierungsprogramm der Deutschen Bahn entschieden hat. Ziel Offenbachs ist es, im Rahmen dieses Programms die Lärmsanierung der Bahntrasse bei der Deutschen Bahn AG zwischen westlicher Stadtgrenze und dem Bahnhof Offenbach Ost zu erreichen. Bündnis 90/ Die Grünen hatten genau dies bereits in ihrem Wahlprogramm für die laufende Legislaturperiode im Fokus. Dort wurde festgelegt, dass es wichtig ist, dass Offenbach sich an landes- und bundesweiten Lärmaktionsplanungen beteiligt.

Entlang lauter Bahnstrecken leben in Offenbach in der Nacht circa 1.900 Personen mit einem Lärmpegel von über 55 dB(A). Tagsüber sind rund 4.000 Personen von einem Lärmpegel von über 65 dB(A) betroffen. Zudem leiden einige Schulen, z.B. das Leibnitz-Gymnasium unter dem Lärm, der von der Bahntrasse ausgeht. Der seit circa 100 Jahren bestehende Bahndamm unterliegt nicht der aktuellen Verkehrslärmschutzverordnung. Daher muss im Rahmen des freiwilligen Lärmschutzsanierungsprogramms gehandelt werden. Auch für die Stärkung der Bahn als das umweltfreundlichste Verkehrsmittel ist ein verbesserter Schall- und Erschütterungsschutz an den Haupteisenbahnstrecken notwendig.

Im Rahmen des „Tags gegen Lärm“, der seit 1998 in Deutschland stattfindet, wurde am 25.04.18 das Thema in Offenbach noch einmal in den Fokus gerückt. „Das hat gepasst, und sollte alle Stadtverordneten auch noch einmal für das Thema Bahnlärm sensibilisiert haben.“, so die grüne Stadtverordnete Dr. Sybille Schumann.

„Wir stehen für die Verbesserung von Leben und Wohnen für alle Offenbacher*innen. Für ein gesundes Leben muss der Lärmschutz an der Strecke verbessert werden.“, so Schumann. Denn die von Bündnis 90/ Die Grünen initiierte NORAH-Studie hatte unter anderem belegt, dass Verkehrslärm das Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Herzinsuffizienz zu entwickeln, erhöht. Bei alleiniger Berücksichtigung des Dauerschallpegels fand sich hierbei das höchste Risiko für eine Herzinsuffizienz beim Schienenlärm.

Bei der Umsetzung müssen die Wünsche der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Der Bau der Lärmschutzwände muss wirksam vor Lärm schützen und sich zugleich einpassen in andere schutzwürdige Belange der Stadt wie Denkmalschutz, Stadtbild und Wegebeziehungen für Rad- und Fußwege.

Der Link zum Antrag: http://gruenlink.de/1fzb

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung.

Stadtverordnetenfraktion - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Offenbach

Ursula Richter, Fraktionsvorsitzende

f.d.R. Dr. Julia Schultz, Fraktionsgeschäftsführerin

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