Fortsetzung des Projektes „Fahrrad(-straßen-)stadt Offenbach“ gesichert

02.04.20

Fortsetzung des Projektes „Fahrrad(-straßen-)stadt Offenbach“ gesichert

Grüne erfreut über die Absicherung des zukunftsweisenden Modellprojektes, das zentral für das Gelingen der Verkehrswende und den Ausbau einer lebenswerten Stadt ist  

Auch wenn momentan wegen der Corona-Pandemie verständlicherweise alle anderen Themen in den Hintergrund rücken, ist es wichtig an die Zeit danach zu denken und die Fortführung eines so bedeutsamen Projektes wie das der „Fahrrad-(straßen)-stadt Offenbach sicher zu stellen. „Es stellt einen zentralen Baustein unserer Stadt für eine umfassende Verkehrswende dar, was eine Grundvoraussetzung für den Umbau Offenbachs zu einer lebenswerten Stadt ist“ unterstreicht die Fraktionsvorsitzende Ursula Richter. Daher freut sich die Grüne Fraktion, dass in dem gestrigen Haupt- und Finanzausschuss die Magistratsvorlage „Projekt Fahrrad-(straßen)-stadt Offenbach“ von allen relevanten demokratischen Parteifraktionen Unterstützung erfahren hat, um in der kommenden Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden zu können.

„Mit dem Projekt Fahrradstraßen verfolgen wir in Offenbach ein höchst innovatives Konzept, auf das wir nach Fertigstellung stolz sein können.“ kommentiert der grüne Stadtverordnete Edmund Flößer-Zilz den vorliegenden Magistratsentwurf.

Darin soll die Stadtverordnetenversammlung dem erhöhten Eigenanteil der Stadt Offenbach von 1.450.000,00 € auf 2.022.308,00 € zustimmen. „Höhere Kosten sind immer ein Ärgernis, lassen sich aber bei Bautätigkeiten nur selten vermeiden“, so Ursula Richter. Die nach wie vor dünne Personaldecke des Amts für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement machten aber jetzt die Vergabe von Betreuungs- und Planungsleistungen an Externe notwendig, was zwangsläufig zu neuen Kostenberechnungen führen musste. „Wir Grüne haben nicht zuletzt aufgrund der schwierigen Finanzsituation der Stadt immer ein genaues Auge auf Kosten, die den städtischen Haushalt belasten, alles andere wäre unverantwortlich. In diesem Fall sind sie jedoch nachvollziehbar und vertretbar, angesichts des Gesamtvolumens der Projektkosten von knapp 6 Millionen €. Für diese konnte Offenbach, wegen des Modellcharakters des Gesamtprojektes, die Finanzierung zum größten Teil durch den Bund sichern“, erklärt Richter, Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss.  

Aufgrund der Beschaffenheit als flache und kompakt bebaute Stadt, bringt Offenbach beste Voraussetzungen mit, sich in eine wirklich fahrradfreundliche Kommune zu verwandeln. Auch eine Mehrheit in der Bevölkerung unterstütze bessere Bedingungen für den Fahrradverkehr, wie Umfragen der Goethe Universität und der Hochschule der Gestaltung ergeben haben.  

„Man darf nicht vergessen, dass wir an einem Fahrradstraßennetz bauen, dass Zugang zu den geplanten Radschnellwegen in ganz Rhein-Main bieten wird. Nur wenn wir konsequent das Ziel verfolgen, sowohl das Angebot im öffentlichen Nahverkehr als auch die Bedingungen für den Radverkehr maßgeblich zu verändern, können wir die unumgängliche Verkehrswende erreichen.“ so abschließend Flößer-Zilz, Vorsitzender im Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen.  

Hier der Link zum Antrag.  

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