14.10.2011

GRÜNE für mehr Ruhe durch Abschaffung der Laubbläser

„Die Ankündigungen unserer städtischen ESO GmbH zum möglichst behutsamen Einsatz der lärmintensiven Laubbläsern gehen uns nicht weit genug“, stellt Peter Schneider, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen fest. „Politischer Wille der Koalition ist es, auch in dieser Frage für mehr Ruhe zu sorgen und die Laubbläser abzuschaffen“, betont Schneider.

Daher werden die GRÜNEN schnellstmöglich zusammen mit ihren Koalitionspartnern einen Antrag diskutieren und in die Stadtverordnetenversammlung einbringen, der das im Koalitionsvertrag fixierte Ziel verfolgt, künftig auf  Einsatz von Laubbläsern beim ESO zu verzichten und Auftragnehmer entsprechend zu verpflichten.

Die bisher bekannt gewordenen Argumente zu weiteren Verwendung der Laubbläser wie der Verweis auf technische Verbesserungen überzeugen nach Auffassung der GRÜNEN nicht, da selbst neue und leisere Geräte wie der im Einsatz befindliche STIHL 500 immer noch mit bis zu 100 dB(A) aufwarten. Zum Vergleich: dieser Wert entspricht dem Krach, dem man in unmittelbarerer Näher einer im Einsatz befindlichen Schleifhexe ausgesetzt ist.

Auch der Hinweis auf höhere Personalkosten verfängt nicht, da die Stadt dringend Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich einfacher Tätigkeiten benötigt, um die Sozialkassen zu entlasten.

„Was wir für mehr Personal ausgeben, das können wir zumindest teilweise bei den Transferleistungen einsparen. Angebliche Mehrkosten von bis zu 500.000 € - wie bereits in 2009 einmal prognostiziert wurde - siedeln wir schon eher im Bereich der Schwarzmalerei an“, so Peter Schneider. „Wir gehen von einer WIN-WIN Situation aus: Weniger Laubbläser ist gleich mehr Ruhe und mehr Beschäftigung. Die Kosten können wir in einer Testphase überprüfen“, kündigt Peter Schneider, der auch Vorsitzender des Ausschusses Umwelt, Planen und Bauen ist, an.

Nach Beobachtung der GRÜNEN Stadtverordneten Lucia Gerharz spielen sich schon jetzt in den Parks und auf Wegen zweifelhafte Szenen ab, beispielsweise am 13. Oktober im Westend.  „Fünf Kehrer, ein Fahrer, ein Arbeiter mit Laubbläser. Die fünf bleiben meist in Wartestellung, so Gerharz, bis der Laubbläser ihnen mal wieder etwas zugepustet hat. Das lässt  nicht gerade auf hochgradige Effizienz schließen. Es muss endlich Schluss damit sein,  dass mit den lauten Geräten vor Wohnhäusern, Schulen und Krankenhäusern nicht nur überflüssiger Lärm erzeugt wird, sondern auch jede Menge gesundheitsgefährdende Keime aufgewirbelt werden“, so die GRÜNE Stadtverordnete.

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